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die Porta Rosa, der Sandsteinbogen am Ende der Schlucht zwischen den zwei Anhöhen, mit Quadermauern zu beiden Seiten
Foto: Acquario51, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Museumsbesuche · Ascea · Italien

Elea-Velia

die griechische Stadt des Parmenides auf dem Vorgebirge von Ascea, von der Unterstadt mit den Thermen und den Mosaiken zur Porta Rosa in der Schlucht, bis zur Akropolis mit dem Theater und dem mittelalterlichen Turm

ein halber TagDauer
10 Euro Dezember bis Februar, 15 ab März; gilt auch für PaestumPreis
das ganze Jahr, im Winter am VormittagWann hinfahren

Um 540 vor Christus floh eine Gruppe von Bewohnern aus Phokaia, einer griechischen Stadt an der Küste Kleinasiens, vor den Persern, kaufte dieses Vorgebirge am Meer des Cilento und gründete hier Elea, benannt nach einer Quelle. In wenigen Jahrzehnten wurde sie eine der reichsten Städte Großgriechenlands, und die Stadt des Parmenides und seines Schülers Zenon, der Philosophen der eleatischen Schule, denen beiden die Alten ihre Gesetze zuschrieben. Als Verbündete Roms stellte sie ihm die Schiffe für die Punischen Kriege, und unter dem Namen Velia war sie ein Ort der Sommerfrische und der Heilung, mit einer Tradition von Ärzten. Dann füllten die Flüsse die Häfen mit Sand, das Meer zog sich zurück, und die letzten Bewohner stiegen auf die Akropolis, in das mittelalterliche Dorf Castellammare della Bruca, bis im 17. Jahrhundert auch sie fortgingen. Heute besichtigt man einen Teil der Stadt, etwa zehn der neunzig Hektar, die sie hatte: die Unterstadt mit den Thermen und dem Heiligtum des Asklepios, die Porta Rosa, den Steinbogen in der Schlucht, die das Vorgebirge durchschneidet, und oben die Akropolis mit dem Theater und dem Turm. Im Winter kostet es weniger, und es sind wenige Leute da, aber die Akropolis schließt am Nachmittag: man beginnt am Vormittag.

Anfahrt

Der Park hat keinen eigenen Parkplatz: das Wohnmobil stellt man auf der Fläche vor dem Eingang ab oder in der Wohnstraße etwas weiter, und zu Fuß geht man unter der Bahn hindurch.

  • Der Eingang liegt am piazzale Amedeo Maiuri, nördlich von Marina di Ascea: der Park empfiehlt, im Navi "Parco archeologico di Velia" zu suchen. Davor liegt die Erdfläche, auf der man das Wohnmobil abstellt, und durch die Bahnunterführung kommt man zum Tor und zur Kasse
  • Der Park schreibt, dass er keinen reservierten Parkplatz hat: die Fläche ist im Winter kostenlos, im Sommer teilweise gebührenpflichtig, und ob ein Wohnmobil nachts dort bleiben darf, sagt niemand. Dreihundert Meter entfernt, in der via dei Medici Eleatici, gibt es einen weiteren kostenlosen Parkplatz
  • Mit dem Zug steigt man am Bahnhof Ascea aus, an der tyrrhenischen Strecke zwischen Neapel und Reggio Calabria, zweieinhalb Kilometer vom Eingang
  • Von Paestum setzt der Park an den ersten Sonntagen des Monats einen kostenlosen Shuttle zwischen den beiden Stätten ein; die Fahrzeiten erfragt man beim Park

Praktische Hinweise

Das Ticket kauft man an der Kasse am Eingang, die von 8:30 bis 18:30 Uhr geöffnet ist, oder online, und reservieren muss man nicht.

Dauer der Park sagt nicht, wie lange der Besuch dauert. Das geöffnete Gelände umfasst etwa zehn Hektar, und von der Unterstadt steigt man zur Porta Rosa und zur Akropolis hinauf, auf etwa siebzig Meter über dem Meer: man braucht einen halben Tag, mit Wanderschuhen. Im Winter geht man am Vormittag hinein und steigt früh hinauf, weil die Akropolis vor dem Rest schließt

Preis 10 Euro Dezember bis Februar, 15 ab März; gilt auch für Paestum

Wann hinfahren das ganze Jahr, im Winter am Vormittag

Geeignet für alle, die gut zu Fuß sind; Kinder unter 12 Jahren kommen nur mit einem Erwachsenen hinein. Hunde dürfen an der Leine und mit Maulkorb hinein und gehen nicht nahe an die Monumente heran. Für Menschen, denen das Gehen schwerfällt, ist der Zugang sehr eingeschränkt: es gibt ein geländegängiges Elektrofahrzeug, das zur Akropolis fährt, kostenlos, zu reservieren

Buchung nicht vorgeschrieben; das Ticket kauft man auch online bei Vivaticket. Für die geführte Wanderung auf dem Crinale degli Dei an den ersten Sonntagen braucht man eine Reservierung, per Mail an pa-paeve.promozione@cultura.gov.it

Kontakt

Wo es liegt

Ascea · Campania

40.158895, 15.156810

Notizen

  • Die Öffnungszeiten, gelesen am 13. Oktober 2026: der Park ist täglich von 8:30 bis 19:30 Uhr geöffnet, mit letztem Einlass um 18:30 Uhr, und am 25. Dezember und am 1. Januar geschlossen; am 1. Januar 2026 war er allerdings von 10:00 bis 14:00 Uhr geöffnet, und zu Weihnachten 2026 hat er noch nichts gesagt. Im Winter schließt die Akropolis früher, und danach besichtigt man nur die Unterstadt: um 16:30 Uhr vom 25. Oktober bis 13. November, um 16:00 Uhr vom 14. November bis 31. Dezember, um 16:30 Uhr vom 2. bis 22. Januar, um 17:00 Uhr vom 23. Januar bis 12. Februar, um 17:30 Uhr vom 13. Februar bis 12. März, um 18:30 Uhr vom 13. bis 28. März. Der Park nennt auch die Uhrzeit des letzten vollständigen Besuchs, eine bis anderthalb Stunden vorher: zwischen Mitte November und Neujahr ist es 15:00 Uhr
  • Die Tickets, nach der Preisliste, die seit dem 3. Oktober 2023 gilt: ein einziges Ticket für Velia und für Paestum, die Ausgrabungen und das Museum, das drei Tage gilt. Von Dezember bis Februar 10 Euro, von März bis November 15; von 18 bis 25 Jahren 2 Euro, und unter 18 ist der Eintritt frei, ebenso für Menschen mit Behinderung und ihre Begleitpersonen. Das Jahresabonnement kostet 30 Euro, 10 von 18 bis 25 Jahren. Für die Ermäßigungen zeigt man den Ausweis vor dem Bezahlen
  • Die kostenlosen Tage: der erste Sonntag jedes Monats, der 25. April, der 2. Juni und der 4. November, ohne Reservierung: das kostenlose Ticket holt man an der Kasse ab. An den ersten Sonntagen hat der Park in den letzten zwei Jahren um 10:00 Uhr eine geführte Wanderung auf dem Crinale degli Dei angeboten, dem Götterkamm, den heiligen Terrassen jenseits der Porta Rosa zwischen der Akropolis und dem Hügel, mit Treffpunkt um 9:30 Uhr an der Kasse und Reservierungspflicht, und den Besuch mit den VR-Brillen von Immersive Velia, der in 3D rekonstruierten Stadt, im Ticket inbegriffen. Ob man den Crinale an den anderen Tagen allein begehen darf, schreibt der Park nicht
  • Was es gibt und was nicht: die Toiletten sind drinnen, neben dem Eingang, und an der Kasse ist der Buchladen; es gibt keine Bar, kein Restaurant und keine Garderobe, und drinnen darf man weder essen noch trinken, nicht rauchen und nicht mit großen Rucksäcken hinein. Zu Mittag isst man im Wohnmobil. Außer dem Crinale an den ersten Sonntagen und den Abenden im August bietet der Park keine Führungen an: man fragt bei den zugelassenen Gästeführern der Region oder beim Konzessionär der Besucherdienste
  • Die Unterstadt: vom Tor führt der Weg an der Stadtmauer entlang, fünf Kilometer Mauerring schon im 6. Jahrhundert vor Christus, und vor der Mauer die kleinen Mausoleen der römischen Nekropole, aus dem 1. und 2. Jahrhundert nach Christus, mit den Grabsteinen eines Veteranen der Flotte und eines Ritters, der in einem Sturm an dieser Küste umkam. Man tritt durch die Porta Marina Sud ein, mit ihrem quadratischen Turm, und an der via di Porta Marina trifft man rechts auf ein öffentliches Gebäude aus der Zeit des Augustus mit einem dreiarmigen Kryptoportikus, wo die Hermen und die Statuen der Ärzte der Stadt gefunden wurden: vielleicht ein Gymnasion, vielleicht die Ärzteschule. Etwas weiter die Masseria Cobellis, ein Landhaus aus dem 19. Jahrhundert, auf einem römischen Gebäude mit Nymphäum gebaut
  • Die Thermen und das Heiligtum: auf dem Weg hinauf zur Porta Rosa liegen die römischen Thermen aus dem 2. Jahrhundert nach Christus, mit dem Frigidarium mit schwarz-weißem Mosaik, den Tieren und den Seeungeheuern; im Mittelalter wurde das Becken des Caldariums zu einem Taufbecken. Darüber das Heiligtum des Asklepios, das Asklepieion, auf drei Terrassen: die unterste ist ein Platz von dreißig mal siebzehn Metern mit dem Säulengang an drei Seiten. Weiter die hellenistischen Thermen, aus dem 3. Jahrhundert vor Christus, mit den im Kreis angeordneten Sitzwannen, und unterhalb der Akropolis die Casa degli affreschi, das Haus der Fresken, ein Haus aus dem 2. Jahrhundert vor Christus mit mehr als dreißig Räumen, das zum Teil den bemalten Putz bewahrt
  • Die Porta Rosa steht an der engsten Stelle der Schlucht, die das Vorgebirge in zwei teilt, und stammt vom Ende des 4. Jahrhunderts vor Christus: ein Rundbogen aus trocken gesetzten Sandsteinblöcken, mit einem Entlastungsbogen darüber. Sie war kein Tor, sondern ein Viadukt: darunter verlief die Straße zwischen den Vierteln im Süden und denen im Norden, darüber die Straße, die zur Akropolis hinaufführte. Schon im 3. Jahrhundert vor Christus wurde sie verschüttet, und die Erde hat sie bewahrt. Die gepflasterte Straße, die zu ihr hinaufführt, ist die via di Porta Rosa. 2009 wurde sie wegen eines herabgestürzten Felsblocks gesperrt und 2011 wieder geöffnet
  • Die Akropolis ist der Gipfel des Vorgebirges, etwa siebzig Meter über dem Meer, wo die erste Siedlung der Phokäer lag. Hier gibt es das Theater, von den Römern umgebaut, mit etwa zwanzig Stufenreihen für etwa zweitausend Zuschauer und dem Blick auf die Ebene; den Unterbau des großen Tempels, in einem Heiligtum, das der Park wahrscheinlich der Athena zuschreibt, wo 2022 auch ein älterer archaischer Tempel bekannt gegeben wurde; und das mittelalterliche Dorf Castellammare della Bruca, mit dem angiovinischen Turm vom Ende des 13. Jahrhunderts, der Cappella Palatina und der Kirche Santa Maria di Portosalvo. Die Kapelle und die Kirche sind die Räume der Ausstellung: in der ersten die ersten Jahrzehnte der phokäischen Stadt, in der zweiten das Alltagsleben und die Schule von Parmenides und Zenon. Dass sie im Winter mit der Akropolis schließen, ist wahrscheinlich, aber der Park schreibt es nicht. Von oben ist das Meer weit weg: die Flüsse Alento und Palistro haben die Küste mit Erde aufgefüllt, und das Vorgebirge, das am Meer lag, blickt heute auf eine Ebene
  • Im Sommer, an den Abenden im August, öffnet der Park die Unterstadt und die Akropolis von 20:00 Uhr bis Mitternacht für Konzerte, Theater und geführte Besuche; sie stehen auf der Seite von Marina di Ascea, mit den anderen Veranstaltungen
  • Den Namen Elea übernahm Adriano Olivetti in den Fünfzigerjahren für die Rechner seines Unternehmens
  • Das Ticket gilt auch für Paestum, drei Tage lang, mit dem Museum: wer in der Gegend übernachtet, nutzt es am nächsten Tag

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