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Museumsbesuche · Chenonceaux · Frankreich
Schloss Chenonceau
das Schloss der Damen über dem Cher, mit der Brückengalerie Katharinas von Medici, den Küchen in den Pfeilern, den Gärten der Diane de Poitiers und Katharinas, dem Labyrinth und dem Schnittblumengarten
Chenonceau ist das Schloss, das über den Cher gebaut ist, einen Nebenfluss der Loire, etwa zwölf Kilometer von Amboise. Begonnen wurde es 1513 von Thomas Bohier und vor allem von seiner Frau, Katherine Briçonnet, auf den Pfeilern einer alten Mühle; Heinrich II. schenkte es seiner Favoritin, Diane de Poitiers, die die Brücke über den Fluss schlagen und die Gärten anlegen ließ, und nach dem Tod des Königs schickte die Königin, Katharina von Medici, sie fort, regierte von hier aus und ließ über der Brücke die Galerie bauen, in der sie ihre Feste gab. Nach ihnen kamen Luise von Lothringen, die zum Zeichen der Trauer weiß gekleidete Königin, Louise Dupin, die es während der Revolution rettete, und Marguerite Pelouze, die es bis zum Ruin restaurierte: deshalb nennt man es das Schloss der Damen. Seit 1913 gehört es der Familie Menier, der von der Schokolade, die es für Besucher öffnet. Man kommt über die große Allee hinein, besichtigt etwa zwanzig Räume, die Galerie über dem Wasser und die Küchen in den Pfeilern, und draußen die Gärten der Diane und Katharinas, das Labyrinth, den Schnittblumengarten und den Bauernhof aus dem 16. Jahrhundert. Das Wohnmobil bleibt auf dem Stellplatz von Chenonceaux, achthundert Meter entfernt, oder in Amboise, von wo der Bus fährt.
Anfahrt
Am Anfang der großen Allee des Schlosses liegen die Kasse, die Parkplätze und der Bahnhof von Chenonceaux. Von Amboise kommt man mit dem Wohnmobil durch den Wald, mit dem Bus oder mit dem Fahrrad.
- Mit dem Wohnmobil: das Schloss hat einen für Wohnmobile reservierten Parkplatz, schreibt aber nicht, ob man zahlt oder ob man über Nacht bleiben darf. Zum Übernachten gibt es den Stellplatz von Chenonceaux, achthundert Meter entfernt, und der Betreiber empfiehlt, zu Fuß über den chemin de la Varenne hinzugehen, der zum Cher führt; dann den kostenlosen Stellplatz der Caves du Père Auguste, zwei Kilometer entfernt an der Straße nach Amboise, und den Stellplatz und den Campingplatz von Bléré, sieben Kilometer entfernt. Die Stellplätze stehen auf der Seite über Amboise
- Mit dem Bus ab Amboise: die Linie C von Rémi, dem Bus der Region, fährt täglich, Feiertage eingeschlossen; laut dem Fahrplan, der seit dem 1. September 2026 gilt, fährt er um 9:58 Uhr in Amboise Théâtre ab und kommt um 10:25 Uhr am Schloss an, oder um 13:20 Uhr mit Ankunft um 13:46 Uhr, und am Schloss fährt er um 13:20 Uhr zurück, in Amboise um 13:44 Uhr, oder um 18:05 Uhr, in Amboise um 18:31 Uhr
- Mit dem Zug: von Tours nach Chenonceaux braucht der Regionalzug fünfundzwanzig Minuten, und der Bahnhof liegt vierhundert Meter von der Kasse
- Mit dem Fahrrad: ab Amboise sind es zwanzig Kilometer, auf den Schildern der Rundtour 47 durch den Wald und dann auf dem Radweg Cœur de France à Vélo, der am Wohnmobilstellplatz von Chenonceaux vorbeiführt. Am Schloss gibt es einen Fahrradparkplatz, und die Schließfächer für Taschen sind kostenlos
Praktische Hinweise
Ein halber Tag: eine Stunde für das Schloss und eine Stunde für die Gärten, und der Rest für das Labyrinth, den Blumengarten, den Bauernhof und vielleicht das Boot unter den Bögen. Man kommt zur Öffnung, und im Park darf man picknicken.
Dauer für das Schloss, mit dem Audioguide oder dem Heft, eine Dreiviertelstunde bis eine Stunde; für die Gärten eine weitere Stunde; mit dem Labyrinth, dem Blumengarten, dem Bauernhof und dem Weinkeller ein halber Tag
Preis 2026 19 Euro mit dem Heft, 24 mit dem Audioguide; 15 und 20 von 7 bis 18 Jahren; gratis unter 7 Jahren
Wann hinfahren ganzjährig, die Gärten blühen ab April
Geeignet für alle. Für Kinder gibt es das Labyrinth und das Eselgehege. Hunde dürfen an der Leine in die Gärten, ins Schloss nur kleine, auf dem Arm oder im Korb. Kinderwagen lässt man bei großem Andrang am Eingang, und man nimmt die Trage. Mit dem Rollstuhl kommt man über eine Rampe hinein, die Gärten sind zugänglich, und Rollstühle kann man ausleihen; zu den Küchen geht es eine Treppe hinunter
Buchung das Ticket kauft man auf der Seite des Schlosses, mit einem Zeitfenster für den Einlass ins Schloss. 2026 war an den langen Feiertagswochenenden die Online-Reservierung Pflicht
Kontakt
Wo es liegt
Chenonceaux · Centro-Valle della Loira
Notizen
- Die Öffnungszeiten 2026: Schloss und Gärten sind täglich das ganze Jahr geöffnet, und die angegebene Uhrzeit ist die des letzten Einlasses an der Kasse: vom 4. April bis 3. Juli von 9:00 bis 18:00 Uhr, wobei das Schloss eine halbe Stunde später schließt und die Gärten eine weitere halbe Stunde danach; an den langen Feiertagswochenenden im April und im Mai von 9:00 bis 19:00 Uhr, mit Pflicht zur Online-Reservierung; vom 4. Juli bis 23. August von 9:00 bis 19:00 Uhr; vom 24. August bis 27. September von 9:00 bis 18:00 Uhr; vom 28. September bis 1. November von 9:00 bis 17:30 Uhr; im November und Dezember von 9:30 bis 16:30 Uhr, mit längeren Öffnungszeiten an den Wochenenden im Dezember und an den Feiertagen, bis 18:30 Uhr vom 26. bis 31. Dezember; vom 5. Januar bis 3. April von 9:30 bis 16:30 Uhr. Die Öffnungszeiten für 2027 sind noch nicht erschienen; das Tourismusbüro gibt an, dass das Schloss auch 2027 täglich geöffnet ist
- Die Tickets 2026, mit Schloss und Gärten: 19 Euro mit dem Heft und 24 mit dem Audioguide, den man vor Ort bekommt; ab 65 Jahren und für Studierende 16 und 21; von 7 bis 18 Jahren 15 und 20; unter 7 Jahren gratis. Eine Familie mit mindestens drei zahlenden Kindern zahlt 15 Euro pro Person. Der Audioguide spricht zwölf Sprachen, Italienisch eingeschlossen. Das Online-Ticket gilt nur in dem Jahr, in dem man es kauft, und umfasst auch die Apotheke der Königin und die Ausstellungsgalerien. Das Kombiticket mit dem Schloss von Amboise und dem Clos Lucé kauft man nur online, auf der Seite des Schlosses von Amboise, und die Kasse des Tourismusbüros von Amboise gibt Erwachsenen 1 Euro Rabatt
- Die große Allee: von der Kasse betritt man den Park, siebzig Hektar, über die Allee zwischen zwei Reihen Platanen; links, auf einer Lichtung, liegt das Labyrinth, das Katharina von Medici anlegen ließ, zweitausend Eiben auf mehr als einem Hektar, mit einem erhöhten Pavillon in der Mitte, von dem aus man es ganz überblickt. Auf der Eingangsterrasse steht der Tour des Marques, der Rundturm mit dem Brunnen, das Einzige, was von der mittelalterlichen Burg der Herren Marques übrig ist, die Bohier abreißen ließ
- Das Schloss: etwa zwanzig geöffnete Räume, mit Möbeln der Renaissance, Wandteppichen und den Gemälden der Sammlung, darunter Werke von Clouet, Murillo, Tintoretto, Poussin, Correggio, Rubens, Primaticcio und Die drei Grazien von Van Loo. Von der Eingangshalle mit ihren Kreuzgewölben geht es auf der einen Seite zum Wachsaal, zur Kapelle, zum Schlafzimmer der Diane de Poitiers und zum Cabinet vert, dem Arbeitszimmer, aus dem Katharina das Königreich regierte; auf der anderen zur Treppe zu den Küchen, zum Schlafzimmer von Franz I. und zum Salon Ludwigs XIV. Die Glasfenster der Kapelle wurden bei einem Bombenangriff im Juli 1944 zerstört und von Max Ingrand neu geschaffen
- Die Galerie: sechzig Meter über dem Fluss, sechs breit, achtzehn Fenster, der Schachbrettboden aus Tuffstein und Schiefer und die Balkendecke. Katharina von Medici ließ sie über der Brücke der Diane bauen und gab hier ihre Feste und Bälle. Im Stockwerk darüber liegt die Galerie Médicis, mit Gemälden, Wandteppichen und Möbeln. Im Ersten Weltkrieg machte Gaston Menier daraus auf eigene Kosten ein Militärlazarett, mit Simonne Menier als Oberschwester: eine Gedenktafel erinnert an die hier gepflegten Verwundeten
- Die Küchen in den Pfeilern: im Untergeschoss, in den Pfeilern der alten Mühle, die Anrichteküche mit dem größten Kamin des Schlosses, der Brotofen, der Speisesaal des Personals, die Metzgerei mit den Haken für das Wild und die Speisekammer. Über den Steg, den die Legende das Bad der Diane nennt, kamen die Waren vom Fluss
- Die Gärten: der Garten der Diane de Poitiers, ein Parterre von zwölftausend Quadratmetern am Wasser, das noch die von Diane gewollte Anlage bewahrt, mit der heutigen Gestaltung von Achille Duchêne; der Garten der Katharina von Medici, intimer, fünftausendfünfhundert Quadratmeter, ebenfalls am Wasser; der Jardin Vert, der Landschaftspark im englischen Stil, und der neue Garten, der dem Landschaftsarchitekten Russell Page gewidmet ist. Ab April blühen die Gärten
- Der Bauernhof und der Blumengarten: hinter den Gärten liegt der Bauernhof aus dem 16. Jahrhundert, mit den Ställen Katharinas von Medici und dem Atelier der Floristen des Schlosses, die die Sträuße für die Räume binden und denen man bei der Arbeit zusehen kann. Daneben der Potager des Fleurs, mehr als ein Hektar, mit zwölf Beeten, eingefasst von Apfelbäumen und Rosenstämmchen, und etwa hundert Sorten Schnittblumen; dann die Kutschengalerie, das nachgebaute Lazarett des Ersten Weltkriegs und das Eselgehege
- Die Damen von Chenonceau: Katherine Briçonnet baute das Schloss, während ihr Mann fort war; 1535 nahm Franz I. es wegen der Schulden Bohiers in das Krongut; Heinrich II. schenkte es Diane de Poitiers zu vollem Eigentum, und so entging es, aus dem Krongut ausgeschieden, zwei Jahrhunderte später der Revolution. Nach dem Tod Heinrichs II. am 10. Juli 1559 vertrieb Katharina von Medici Diane und nahm das Schloss. Luise von Lothringen, die Frau Heinrichs III., wurde 1589 Witwe und zog sich hierher ins Gebet zurück, weiß gekleidet. Im 18. Jahrhundert führte Louise Dupin hier einen literarischen Salon, mit Montesquieu, Voltaire und Rousseau, der ihr Sekretär war, und rettete das Schloss während der Revolution. Im 19. Jahrhundert restaurierte Marguerite Pelouze es mit einem Vermögen, bis der Skandal um die Orden, die ihr Bruder Daniel Wilson verkaufte, der Schwiegersohn des Präsidenten Jules Grévy, Grévy zum Rücktritt zwang. 1913 kaufte es Henri Menier
- Der Krieg: im Ersten Weltkrieg das Lazarett in den Galerien, mit mehr als zweitausend Verwundeten; zwischen 1940 und 1942 lag das Schloss genau auf der Demarkationslinie, und die Galerie war der einzige Zugang zur freien Zone: die Familie Menier half Flüchtenden heimlich hinüber. Am 7. Juli 1944 zerstörte ein Bombenangriff die Glasfenster der Kapelle
- Essen im Schloss: die Orangerie, mit dem Brunch täglich von 12:00 bis 15:00 Uhr und dem Teesalon; der Snack in den alten Ställen der Dômes, mit warmen Gerichten von 11:00 bis 14:30 Uhr; die Crêperie, nahe der Kasse, täglich geöffnet; ein Foodtruck nahe dem Garten der Diane. Picknicken kann man auf den ausgestatteten Plätzen an den Gräben, am Eingang und auf einem überdachten Platz am Ende des Parking Vert
- Die Cave des Dômes: der Weinkeller des Schlosses, unter den Gewölben aus dem 16. Jahrhundert nahe den alten Ställen, täglich geöffnet, wo man die Weine des Schlosses, der Touraine und der Touraine-Chenonceaux verkostet und kauft; 2024 kosteten drei Weine an der Theke 4,50 Euro
- Im Boot unter den Bögen: das Schloss verleiht keine Boote. La Bélandre fährt an der Schleuse von Chisseaux ab, zwei Kilometer flussaufwärts, in der rue de la Plage: fünfzig Minuten kommentierte Fahrt, unter den Bögen des Schlosses hindurch und weiter. Im Mai, Juni und September fährt sie um 11:00, 15:15 und 16:15 Uhr ohne Reservierung ab, im Juli und August auch um 14:15 und 17:30 Uhr, im März, April und Oktober nur mit Reservierung, und immer mit mindestens fünfzehn Personen, und 2027 dauert die Saison vom 1. März bis 9. November; 13 Euro für Erwachsene und 8 von 4 bis 12 Jahren, laut der Preisliste, die das Jahr nicht angibt. An Bord zahlt man bar oder mit Scheck, mit Karte nur im Büro; Telefon +33 2 47 23 98 64. Vom selben Ort fahren die Kanus von BASE Aventure ab, mit Strecken für Familien, ab sechs Jahren, die unter den Bögen hindurchführen: geöffnet vom 20. März bis 20. November 2027, Strecke und Preis erfragt man unter +33 6 80 33 05 75
- Zwischen Ende April und Anfang Mai 2027: die Ferien der Schulen der Zone B enden am 2. Mai; Donnerstag, 6. Mai, ist Christi Himmelfahrt, und mit dem 8. Mai dauert das lange Wochenende bis Sonntag, 9. Mai. 2026 verlangte das Schloss an allen langen Feiertagswochenenden die Online-Reservierung, an dem von Christi Himmelfahrt von Donnerstag bis Sonntag: für 2027 ist der Kalender noch nicht erschienen, und Mittwoch, 5. Mai, außerhalb des langen Wochenendes, ist der ruhigste Tag. Im Mai gab es 2026 an einigen Abenden Führungen zur Schließzeit, mit den beleuchteten Gärten
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